Gerüche und Schadstoffe in älteren Fertighäusern
Bei älteren Fertighäusern können auffällige Gerüche oder Fragen zu früher verwendeten Baustoffen Anlass für eine Untersuchung geben. Mögliche Ursachen werden anhand der Bauweise, des Baujahrs, vorhandener Unterlagen und späterer Veränderungen eingegrenzt. Neben chemischen Emissionen werden auch Feuchtigkeit und mögliche mikrobielle Schäden betrachtet.
Formaldehyd und frühere Holzbehandlungen
Je nach Gebäudesituation können Formaldehyd aus Holzwerkstoffen sowie Rückstände früherer Holzschutzmittel relevant sein. Bei entsprechenden Hinweisen werden geeignete Untersuchungen auf Formaldehyd, PCP, Lindan oder weitere verdachtsbezogene Stoffe veranlasst. Der Untersuchungsumfang wird für das jeweilige Gebäude festgelegt.
Chloranisole und auffällige Gerüche
Chloranisole können bei bestimmten älteren Fertighäusern zu einem muffigen, schimmelähnlichen Geruch beitragen. Eine gezielte Untersuchung kann Hinweise auf entsprechende Quellen liefern. Die Geruchswahrnehmung allein erlaubt jedoch keine sichere Zuordnung und keine abschließende Bewertung möglicher Belastungen.
Feuchtigkeit und verdeckte Schäden
Auch in Fertighäusern können Feuchteeinträge und verdeckte mikrobielle Schäden auftreten. Deshalb werden auffällige Gerüche nicht ausschließlich chemisch untersucht. Feuchtehinweise, Bauteilzustand und Nutzung fließen in die Auswahl weiterer Untersuchungen ein.
Untersuchung vor Kauf oder Sanierung
Vor einem Hauskauf oder einer geplanten Sanierung können Probenahmen und Laboruntersuchungen auf ausgewählte Schadstoffe vereinbart werden. Der Umfang richtet sich nach den zugänglichen Bereichen, den vorhandenen Unterlagen und den konkreten Verdachtsmomenten.
Laborergebnisse
Erforderliche Raumluft-, Staub- oder Materialproben werden fachgerecht entnommen und durch spezialisierte Prüflabore analysiert. Nach Abschluss der Untersuchungen werden die Laborberichte übermittelt.