Untersuchungen bei Gerüchen und Schadstoffverdacht
Farben, Lacke, Klebstoffe, Bodenbeläge, Möbel und andere Baustoffe können Stoffe an die Raumluft abgeben. Bei auffälligen Gerüchen oder einem begründeten Schadstoffverdacht wird geprüft, welche Raumluftuntersuchung zur Klärung beitragen kann. Dabei werden der Zeitpunkt der Auffälligkeit, verwendete Materialien, Lüftung und Raumnutzung berücksichtigt.
VOC und TVOC
VOC sind flüchtige organische Verbindungen. Eine gezielte Untersuchung kann Hinweise auf Lösemittel und andere Emissionen aus Baustoffen oder Einrichtungsgegenständen liefern. Die Auswahl des Untersuchungsumfangs richtet sich nach der konkreten Gebäudesituation.
TVOC bezeichnet die Summe der mit dem jeweiligen Verfahren erfassten flüchtigen organischen Verbindungen. Für eine fachliche Einordnung sind neben diesem Summenwert insbesondere die einzelnen Stoffe und die Messbedingungen von Bedeutung. Ein TVOC-Wert allein ermöglicht keine abschließende gesundheitliche Bewertung.
Formaldehyd und weitere Aldehyde
Bei entsprechenden Hinweisen werden Formaldehyd und weitere relevante Aldehyde gezielt untersucht. Als mögliche Quellen kommen unter anderem Holzwerkstoffe, Möbel und bestimmte Bauprodukte in Betracht. Dafür werden geeignete Raumluftproben entnommen; eine übliche VOC-Untersuchung deckt Formaldehyd nicht automatisch ab.
Probenahme und Ergebnis
Die Raumluftproben werden unter dokumentierten Bedingungen entnommen und durch ein spezialisiertes Prüflabor analysiert. Temperatur, Luftfeuchte, Lüftungsverhältnisse und relevante Nutzungsbedingungen werden festgehalten. Nach Abschluss der Analytik werden die Laborprüfberichte weitergegeben.
Ein Laborbefund gilt für die untersuchten Stoffe und Bedingungen. Falls weitere Quellenfragen bestehen, können ergänzende Materialuntersuchungen oder spätere Kontrolluntersuchungen sinnvoll sein.